Mineralstoffdefizite ausgleichen

Gezielter Ausgleich statt Gießkannenprinzip

Eine mineralstoffarme, proteinreiche Ernährung, Stress und physische Belastungen können den Mineralstoff- und Säure-Basen-Stoffwechsel negativ beeinflussen. Während unsere Vorfahren noch ca. 10,5 g Kalium, 1,2 g Magnesium und 1,6 g Calcium pro Tag verzehrten, wird heute vor allem sehr viel Natrium (Salz) aufgenommen (Remer und Manz, 2003). Doch unser Stoffwechsel ist evolutionsbiologisch nicht auf die heute oft kaliumarme sowie salz- und proteinreiche Ernährung eingestellt (Sebastian et al., 2002).

Basische Mineralstoffe befinden sich insbesondere in Gemüse und Obst. Diese enthalten viel Kalium, wenig Natrium sowie Calcium und Magnesium im Verhältnis von etwa 3:2. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich 5 Portionen Gemüse und Obst, doch in Deutschland erreichen nur circa 10 % der Erwachsenen diese Empfehlung.

Die Deutschen essen zu wenig pflanzliche und zu viele tierische und industriell verarbeitete Produkte. „Dabei könnten mehr Gemüse, Obst und Vollkornprodukte das Risiko für Übergewicht, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Darmkrebs senken,“ so zitiert der Spiegel die DGE.

» Kalium – nur wenige erreichen die US-Empfehlung

Kalium ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff in der Ernährung. Kalium unterstützt unter anderem die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks sowie die normale Funktion von Muskeln und Nervensystem. Die Aufnahme von Kalium und die Reduktion von Natrium sind für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks beide sehr wichtig, da Kalium bei der Blutdruckregulation der natürliche Gegenspieler von Natrium ist. Während in Deutschland jedoch deutlich zu viel Natrium verzehrt wird, wird in der Ernährung an Kalium gespart. Die Empfehlung des Food and Nutrition Board der USA von 4,7 g/Tag erreicht kaum jemand in Deutschland: Etwa 90 % der Frauen und 75 % der Männer liegen deutlich unter dieser Empfehlung. Im Vergleich zur mittleren Kaliumzufuhr in Deutschland, die laut Nationaler Verzehrsstudie II ca. 3,4 g Kalium/Tag beträgt, besteht eine Versorgungslücke von 1,3 g Kalium. Obwohl Frauen häufiger Obst und Gemüse verzehren, haben auch sie im Vergleich zur offiziellen US-Empfehlung immer noch ein Kalium-Defizit von 1,6 g (33 %).

» Natrium – viel zu viel bei fast allen

Die WHO empfiehlt nicht nur eine Erhöhung der Kaliumzufuhr, sondern auch eine Beschränkung der Natriumaufnahme auf 2 g pro Tag (= 5 g Salz). Die American Heart Association rät sogar zu einer Reduktion auf maximal 1,5 g Natrium pro Tag (AHA, 2013). In Deutschland nehmen die meisten Menschen deutlich mehr Natrium auf: Bei den Männern sind es im Durchschnitt 3,6-4,5 g am Tag (MRI, 2013; Elliot und Brown, 2006). Die Hauptquellen für Natrium sind Brot, Fertignahrungsmittel, salzige Würzen und Fleischwaren. Die in Deutschland und Europa gültigen offiziellen Empfehlungen stammen im Gegensatz zur Empfehlung der American Heart Association aus dem letzten Jahrhundert und bedürfen daher einer dringenden Aktualisierung.

» Magnesium

Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff und wichtig für die Verringerung von Müdigkeit, den normalen Energiestoffwechsel, die normale Nerven- und Muskelfunktion, die normale psychische Funktion und den Erhalt normaler Knochen und Zähne. Die von der  EU empfohlene tägliche Zufuhr von 375 mg Magnesium pro Tag erreichen 50 % der Frauen und 25 % der Männer in Deutschland nicht (MRI, 2008).

» Calcium

Calcium ist wichtig für den Erhalt normaler Knochen und Zähne sowie für die normale Muskelfunktion. Die von der DGE empfohlene Zufuhr beträgt 1000-1200 mg/Tag. Die geschätzte tägliche Zufuhr ohne Nahrungsergänzungsmittel liegt für erwachsene Frauen jedoch nur bei durchschnittlich 632 mg Calcium pro Tag (BgVV, 2002).

Calcium sollte nicht in hohen Einzeldosen und nicht ohne Magnesium aufgenommen werden, da es der natürliche Magnesium-Gegenspieler ist. Dr. Jacob’s Basenmittel enthalten Calcium und Magnesium im Verhältnis von 3:2 – wie in Gemüse und Obst.

Die Kombination von Calcium mit Vitamin D ist besonders wichtig, da Vitamin D zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium beiträgt sowie zum Erhalt normaler Knochen, Zähne und der normalen Muskelfunktion. Vitamin D kann über die Nahrung aufgenommen und bei ausreichender Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet werden. Die körpereigene Synthese ist jedoch in den Wintermonaten (in Mitteleuropa) nicht ausreichend. Eine Vitamin-D-Unterversorgung ist weit verbreitet und betrifft im Winter über 95 % der Deutschen.

» Zink

Zink ist ein Cofaktor für viele enzymatische Reaktionen in unserem Körper und unterstützt den normalen Säure-Basen-Stoffwechsel.

Vitamin B1

Vitamin B1 spielt im normalen Energie-Stoffwechsel eine zentrale Rolle beim Abbau organischer Säuren und wird für die normale Herzfunktion benötigt.

Gezielter Ausgleich

Besonders in Zeiten hoher Belastung ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten – aber leider auch besonders schwierig, sich nicht einseitig zu ernähren und die ausreichende Menge an Mineralstoffen mit der täglichen Nahrung zu sich zu nehmen. Je nach Ernährungsgewohnheiten kann eine Portion Dr. Jacob’s Basenpulver plus mit 750 mg Kalium, 188 mg Magnesium, 270 mg Calcium und 1,5 mg Zink die optimale Ergänzung der täglichen Ernährung darstellen. Die volle Tagesdosis von zwei Portionen (1500 mg Kalium, 375 mg Magnesium, 540 mg Calcium, 3 mg Zink, 5 µg Vitamin D) hilft auch Defizite auszugleichen.

Quellen:

  • AHA (American Heart Association) (2013): Striking a Balance: Less Sodium (Salt), More Potassium. URL: http://www.heart.org/HEARTORG/Conditions/More/MyHeartandStrokeNews/Striking-a-Balance-Less-Sodium-Salt-More-Potassium_UCM_440429_Article.jsp, abgerufen am 28.10.2013
  • BgVV [heute BfR] (2002): Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte der Verwendung von Mineralstoffen und Vitaminen in Lebensmitteln. Teil I: Mineralstoffe (einschließlich Spurenelemente). Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin.
  • DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), www.dge.de (Stand Oktober 2013).
  • Elliott P, Brown I (2006): Sodium intakes around the world. Background document prepared for the Forum and Technical meeting on Reducing Salt Intake in Populations (Paris 5-7th October 2006). URL: http://www.who.int/dietphysicalactivity/Elliot-brown-2007.pdf (03.09.2013).
  • MRI (Max Rubner-Institut) (2013): Kochsalzzufuhr der deutschen Bevölkerung. Max Rubner-Institut präsentiert aktuelle Zahlen. Pressemitteilung des Max Rubner-Instituts vom 26.03.2013. URL: http://www.mri.bund.de/no_cache/de/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilungen-infoseite-neu/Pressemitteilung/kochsalzzufuhr-der-deutschen-bevoelkerung.html (03.09.2013).
  • MRI (Max Rubner-Institut), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (2008): Nationale Verzehrsstudie II. Ergebnisbericht Teil 2. Die bundesweite Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen. URL: http://www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf.
  • Remer T, Manz F (2003): Paleolithic diet, sweet potato eaters, and potential renal acid load. Am J Clin Nutr; 78(4): 802-803; author reply 803-804.
  • Sebastian A, Frassetto LA, Sellmeyer DE, Merriam RL, Morris RC Jr (2002): Estimation of the net acid load of the diet of ancestral preagricultural Homo sapiens and their hominid ancestors. Am J Clin Nutr; 76(6): 1308-1316.